Maiskopfbrand (Sphacelotheca reiliana)
In Deutschland bisher nur in Einzelfällen beobachtete Pilzkrankheit, die Kolben und Rispe der Maispflanzen befällt. Die Infektion geht von im Boden überdauernden Pilzsporen aus und erfolgt bei hohen Temperaturen über die Wurzeln und Keimscheide. Nach der Blüte erscheinen die Krankheitssymptome in Form von Brandgallen und Sporenlagern. Stark befallene Rispen haben ein "flaschenbürstenähnliches" Aussehen. Befallene Kolben sind kleiner als gesunde, birnenförmig und fühlen sich weich an. Die Ertragsverluste sind deutlich höher als bei Befall mit Beulenbrand.
Eine Bekämpfung bzw. der Versuch, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, scheint über resistente Sorten und den Einsatz von Fungiziden am Saatgut oder durch Saatfurchenapplikation möglich zu sein.